Eva Lichtspiele
10713 Berlin
U Blissestrasse oder Bus 101, 104, 249
Tel.: 030 / 922 55 305
Dienstag, den 28.07.2026:
15:30 Eva:
Ingeborg Bachmann - Jemand, der einmal ich war18:00 Eva:
Insekten - Helden im Verborgenen20:30 Eva:
Chéri, ich komme! - Die Erfindung der Lust (DF)Weitere aktuelle Filme:
Chéri, ich komme! - Die Erfindung der Lust (OmU)
Couscous und Geheimnisse (DF)
Couscous und Geheimnisse (OmU)
Das alte Hansa-Viertel
Der perfekte Schein - Der Fall Bojarski (DF)
Der perfekte Schein - Der Fall Bojarski (OmU)
Die Abenteur des Till Ulenspiegel (F/DDR 1956/57
Ein Herz spielt falsch (1953) ADF
Eine Frau, die weiss, was sie will (1957/58)
Fünf von der Jazzband (1932) ADF
Premiere (1936/37) ADF
Tatort: Drei Schlingen (1977)
Vivaldi und ich (DF)
Was haben wir gelacht
Chéri, ich komme! - Die Erfindung der Lust (OmU)
Couscous und Geheimnisse (DF)
Couscous und Geheimnisse (OmU)
Das alte Hansa-Viertel
Der perfekte Schein - Der Fall Bojarski (DF)
Der perfekte Schein - Der Fall Bojarski (OmU)
Die Abenteur des Till Ulenspiegel (F/DDR 1956/57
Ein Herz spielt falsch (1953) ADF
Eine Frau, die weiss, was sie will (1957/58)
Fünf von der Jazzband (1932) ADF
Premiere (1936/37) ADF
Tatort: Drei Schlingen (1977)
Vivaldi und ich (DF)
Was haben wir gelacht
Eintrittspreise
- Erwachsene 10,-- €
- ermäßigt 8,-- €
- Kinder (bis 14 J.) und Kinotag (DI) 7,-- €
Cosima Filmtheater
Bundesplatz Kino
Der perfekte Schein - Der Fall Bojarski (DF)
...zum Bundesstart ab 30. Juli im Eva!
Donnerstag 30.07.
Freitag 31.07.
Samstag 01.08.
Sonntag 02.08.
Montag 03.08.
Dienstag 04.08.
Regie: Jean-Paul Salomé | Drehbuch: Jean-Paul Salomé, Bastien Daret
Besetzung: Reda Kateb, Sara Giraudeau, Bastien Bouillon
Originaltitel: L’Affaire Bojarski
F/Belgien 2025, 128 Min. fsk 16
Meisterdiebe, Trickbetrüger oder brillante Fälscher haben es dem Kino seit jeher angetan und so reiht sich der Pole Czeslaw Jan Bojarski nahtlos in eine lange Ahnengalerie ein. Im Frankreich der Nachkriegszeit fälschte Bojarski in seinem französischen Exil Millionen Franc bis ihn seine Hybris auffliegen ließ. Eine spannende, ausufernde Geschichte, die Jean-Paul Salomé in „Der Perfekte Schein – Der Fall Bojarski“ in einer filmischen Erzählung bändigt.
Während des Zweiten Weltkrieges fälscht er Pässe, doch bald wird er sich mit anderem, wertvollerem, gefährlicherem beschäftigen: Czeslaw Jan Bojarski (Reda Kateb), ein Pole, dem die Flucht nach Frankreich gelingt, der von seiner neuen Heimat jedoch nie wirklich akzeptiert wird.
Nur durch die Heirat mit Suzanne (Sara Giraudeau) erhält er die französische Staatsbürgerschaft, doch für das System bleibt er immer ein Fremder. Auch ein Grund, weswegen es Bojarski nicht gelingt, seine zahlreichen Erfindungen zu patentieren, die ihm und seiner Familie ein gutes Leben hätten geben können.
So nimmt er das Angebot einer Kriegsbekanntschaft an, sich auf das Fälschen von Banknoten zu spezialisieren. Zwar wird die Bande schnell ausgehoben, doch Bojarski bleibt unerkannt, auch wenn sich von nun an der Kommissar André Mattéi (Bastien Bouillon) an seine Fersen heften wird.
Doch es wird viele Jahre dauern, bis der Kommissar seinem Ziel näher kommt, denn Bojarski geht geschickt vor: Erst in einem Versteck in einer Laube, später im Keller seines Hauses, entwickelt er Gerätschaften mit denen es ihm gelingt, nahezu perfekte Blüten zu produzieren.
Selbst die französische Nationalbank kann den Unterschied zwischen Original und Fälschung nicht erkennen, so gut sind Bojarskis Fälschungen, die ihm später, wenn er dann doch im Gefängnis sitzt, den Ruf, der Cezanne der Fälscher zu sein einbringen wird.
Mit einem brutalen, tödlichen Überfall auf einen Transport beginnt „Der Perfekte Schein – Der Fall Bojarski“, doch dieser actionlastige Auftakt täuscht. Denn im Folgenden inszeniert Regisseur Jean-Paul Salomé keinen Gangsterfilm, sondern versucht sich an einer psychologischen Studie eines Mannes, der durch die gesellschaftlichen Umstände zu einem kriminellen Leben im Schatten gezwungen wird.
In den besten Momenten wirkt „Der perfekte Schein“ hier wie eine Hommage an große französische Kriminalfilme aus den 70er Jahren, gepaart mit einem deutlichen Einfluss des amerikanischen Krimikinos à la Michael Manns „Heat“. Das kommt besonders im Fernduell zwischen Fälscher und Polizist, zwischen Bojarski und Mattéi zum Tragen.
Über Jahre haftet sich der Kommissar auf die Spur des Fälschers, den er als Genie betrachtet, dessen außerordentliche Fähigkeiten er aber auch insgeheim bewundert. Wenn sich diese beiden Charaktere dann einmal treffen, an einer Hotelbar, entwickelt sich eine zwar völlig fiktive, aber brillante Szene, in der sich schon die Hybris Bojarskis andeutet, die bald zu seiner unweigerlichen Verhaftung führen wird. Ganz nahe kommt Jean-Paul Salomé seiner Hauptfigur zwar nicht, der Charakter des Fälschers bleibt ein Mysterium, doch dank der beiden herausragenden Hauptdarsteller entwickelt sich „Der Perfekte Schein – Der Fall Bojarski“ zu einem spannenden Psychogramm zweier von ihrem Beruf besessener Figuren. Bojarskis Fälschungen sind übrigens heute noch begehrt und werden zu einem Vielfachen ihres damaligen Nennwertes auf Auktionen versteigert. Später Ruhm für einen Migranten, der von seiner Wahlheimat nie wirklich akzeptiert wurde.
Michael Meyns (programmkino.de)
https://www.progress.film/de/filmverleih/der-perfekte-schein
Impressum & Datenschutzerklärung
© Eva-Lichtspiele. All rights reserved.
© Eva-Lichtspiele. All rights reserved.