Eva Lichtspiele

Blissestraße 18
10713 Berlin
U Blissestrasse oder Bus 101, 104, 249
Tel.: 030 / 922 55 305
Wir zeigen heute,
Mittwoch, den 24.07.2024:


15:45 Eva:
Arrow Zwischen gestern und morgen (1947) ADF

18:00 Eva:
Arrow Projekt Ballhausplatz

20:30 Eva:
Arrow Ein kleines Stück vom Kuchen

Eintrittspreise

als Spielfilm in unserer Dokumentarfilmreihe "Serious(ly)"

Führer und Verführer

... von Donnerstag bis Sonntag (18.-21.7.) um 20:00 Uhr, Freitag bis Sonntag (19.-21.7.) um 15:00 Uhr und am Montag und Dienstag (22.+23.7.) um 17:45 Uhr !

Wir zeigen diesen Spielfilm als Experiment im Rahmen unserer neuen Dokumentarfilmreihe "Serious(ly) - Dokumentarfilme zum Ernst der Lage" im Eva und im Cosima

Wissen Sie, wie Propaganda funktioniert? Dieser Spielfilm beleuchtet die mächtige Propagandamaschine von Joseph Goebels. In unserem Zeitalter von fake news und Desinformationskriegen sind es immer noch die gleichen Mechanismen der Propaganda, die die modernen Hetzer anwenden, um Macht zu gewinnen. Die fiktionalisierten Szenen des Films basieren auf historischen Quellen. Interviews mit Überlebenden der Shoah - in den Spielfilm hineinmontiert - sprechen darüber, wie Propaganda damals und noch heute Menschen manipuliert. Wir haben diesen Spielfilm als ein Experiment in unsere Dokumentarfilmreihe aufgenommen. Was sagen Sie dazu?

Die Handlung von FÜHRER UND VERFÜHRER spannt einen Bogen von März 1938 bis Mai 1945. Im Jahr 1938 ist Goebbels auf dem vorläufigen Höhepunkt seiner Macht, die Zustimmung zur Politik Hitlers erreicht bis dahin nicht gekannte Ausmaße. Der Diktator marschiert nun entschlossen in Richtung Krieg. Doch die Propaganda hat das Thema Frieden stark strapaziert, so dass ein plötzliches Umsteuern so schnell nicht möglich ist. Goebbels´ Arbeit gerät in heftige Kritik seines Führers, er versucht alles, sein Ansehen wieder zu gewinnen und die Begeisterung der Bevölkerung für den Krieg anzuheizen. Er löst das Pogrom vom 9. November 1938 aus und plant die antisemitischen Filme JUD SÜSS und DER EWIGE JUDE bei deren Realisierung Hitler bis ins Detail eingreift. Die mediale Mobilmachung kommt auf Touren, Propaganda-Kompanien werden gegründet. Insbesondere im Zusammenhang mit großen Massenveranstaltungen gelingt eine fast perfekte und kontrollierte Inszenierung. Den Höhepunkt bildet die bis ins Detail geplante Siegesparade nach der Kapitulation Frankreichs. Im Jahr 1941 ist Goebbels bei Hitler wieder obenauf. Mit dem "Russlandfeldzug" beginnt für Hitler der Krieg nun erst richtig und die Massenmorde erreichen ihren Höhepunkt.

Nach der Niederlage von Stalingrad holt Goebbels zum Gegenschlag aus, er ruft zum "totalen Krieg" auf. Seine Sportpalastrede feiert er als sein Meisterstück der Propaganda. Immer wieder fordert er eine härtere Gangart und drängt seinen Führer stärker in der Öffentlichkeit aufzutreten. Doch die Lage wird immer aussichtsloser. Spätestens Ende 1944 wird angesichts der katastrophalen Lage deutlich, dass Hitler keinen Alternativplan hat. Mit seiner Propaganda geht es Goebbels jetzt mehr und mehr darum, der Nachwelt sein Bild des Dritten Reiches zu hinterlassen. Dazu gehört auch der Untergang. Nach dem Selbstmord Hitlers vollzieht Goebbels mit dem Mord an seiner Familie und dem Selbstmord den radikalsten ihm noch möglichen Propaganda-Akt. (Wild Bunch, Filmwebseite)