Eva Lichtspiele

Blissestraße 18
10713 Berlin
U Blissestrasse oder Bus 101, 104, 249
Tel.: 030 / 922 55 305
Wir zeigen heute,
Samstag, den 03.12.2022:


13:15 Eva:
Arrow Ein Weihnachtsfest für Teddy

15:30 Eva:
Arrow Igor Levit. No Fear

18:00 Eva:
Arrow Mittagsstunde

20:15 Eva:
Arrow Hallelujah: Leonard Cohen, A Journey, A Song

Eintrittspreise

Igor Levit. No Fear

... wieder am Freitag und Samstag (2.+3.12.) um 15:30 Uhr in den Eva-Lichtspielen !

Deutschland 2021, 118 min
Genre: Dokumentarfilm
Regie: Regina Schilling
Kamera: Jule Katinka Cramer, Johann Feindt, Thomas Keller, Piotr Rosolowski, Axel Schneppat, Hajo Schomerus
Schnitt: Carina Mergens
Verleih: Piffl Medien
FSK: oA
Kinostart: 06.10.2022

Ein schönes Porträt des berühmten und politisch engagierten Pianisten, das sich dem Porträtierten mit Zurückhaltung nähert und zuallererst zum Zuhören einlädt.

Das Jahr 2020 sollte das arbeitsreichste und glamouröseste in Igor Levits Karriere werden. Bereits zu Jahresanfang war der Pianist für 108 Konzerte in den renommiertesten Konzerthäusern der Welt gebucht. Es sollte anders kommen. Am 10. März 2020 (seinem Geburtstag) spielt Levit noch in der Elbphilharmonie, bereits am 12. März gibt er das erste seiner 52 „Hauskonzerte“, die er live auf Twitter und Instagram streamt, und bei denen am Schluss jeweils 20.000 Menschen anspruchsvoller E-Musik lauschen – von Beethoven, immer wieder Beethoven, bis zu Ronald Stevenson und Morton Feldman. In ihrem Dokumentarfilm begleitet Regina Schilling den Künstler etwa ein Jahr lang, vom Herbst 2019 bis zum Dezember 2020, als Levit Open Air für die Klimaktivist*innen im Dannenröder Forst spielt. Auch wenn die Pandemie damit zu einer zentralen Passage wird, geht es Schilling in erster Linie um den Musiker und die Musik. Sie hört und sieht Levit bei Konzerten und Tonaufnahmen zu und lässt viele Stücke dankenswerterweise intakt. Biografisches und Persönliches ist eher am Rande eingestreut. Levits politisches Engagement spiegelt sich in seinen Social Media-Postings, die der Film immer wieder einblendet, oder in einem „Love Music Hate Racism“-T-Shirt. Auf seine Migrationsgeschichte wird Levit, der mit acht Jahren als jüdischer „Kontingentflüchtling“ in Hannover ankam, immer wieder angesprochen. Für ihn selbst hat seine russische Herkunft wenig Bedeutung. Ein kurzer Filmausschnitt erinnert an seine Wunderkind-Karriere. Im Gespräch erlebt man den Musiker freundlich, begeisterungsfähig aber auch in sich gekehrt, konzentriert. Im Umgang mit Freunden, Kolleginnen und Vertrauten zeigt er sich als sehr herzlicher Mensch. Ein schönes Porträt, das sich dem Porträtierten mit Zurückhaltung nähert und zuallererst zum Zuhören einlädt. (indiekino.de)

Über einen Zeitraum von zwei Jahren hat die Filmemacherin Regina Schilling Igor Levit filmisch begleitet: Das inspirierende Porträt eines Künstlers auf seinem Parcours zwischen traditioneller Karriere und neuen Wegen in der Welt der Klassik, dem Impuls des politischen Engagements und der ständigen künstlerischen Herausforderung.

Wir begleiten den Pianisten bei der Erkundung seines „Lebens nach Beethoven“, bei der Suche nach den nächsten Herausforderungen, nach seiner Identität als Künstler und Mensch. Wir beobachten Levit bei der Aufnahme neuer Werke, seiner Zusammenarbeit mit seinem kongenialen Tonmeister Andreas Neubronner, mit Dirigenten, Orchestern und Künstlern, seinem intensiven Eintauchen in die Musik, seiner Hinwendung zum Publikum, diesem unwiderstehlichen Wunsch zu teilen.
Immer wieder nimmt sich der Film dabei die Zeit, Igor Levits Musik zuzusehen und zuzuhören und der Faszination, dem Geheimnis jenseits der Worte Raum zu geben. (Piffel-medien.de)


Pressetext
Igor Levit, Mitte dreißig, ist ein Ausnahmeku?nstler im mitunter etwas gediegenen Universum der klassischen Musik. Er will mehr als konzertieren – und gleichzeitig sind es seine einzigartigen, intensiven Konzerte, in denen er ganz bei sich zu scheint. Mit acht Jahren kam er mit seiner Familie als ju?discher Einwanderer russischer Abstammung nach Deutschland. Seit er auf den großen Bu?hnen steht, meldet er sich immer wieder öffentlich und politisch zu Wort - eine Überlebensstrategie, die er in seinem Leben und in seiner Musik verfolgt. Er fu?llt die großen Konzertsäle rund um die Welt und spielt bei Eiseskälte im Dannenröder Forst aus Protest gegen dessen Rodung. Er legt die gefeierte Aufnahme aller Beethoven-Sonaten vor und widmet sich dann Schostakowitsch und Ronald Stevensons atemberaubender „Passacaglia on DSCH“. Er schlägt die Bru?cke vom Alten zum Neuen, von der Musik zur Welt, dorthin, wo die Menschen sind.
IGOR LEVIT - NO FEAR begleitet den Pianisten bei der Erkundung seines "Lebens nach Beethoven", bei der Suche nach den nächsten Herausforderungen, nach seiner Identität als Ku?nstler und Mensch. Wir beobachten Levit bei der Aufnahme neuer Werke, seiner Zusammenarbeit mit seinem kongenialen Tonmeister Andreas Neubronner, mit Dirigenten, Orchestern und Ku?nstlern, seinem intensiven Eintauchen in die Musik, seiner Hinwendung zum Publikum, diesem unwiderstehlichen Wunsch zu teilen. Dann bremst Covid dieses Leben unter ständiger Hochspannung von einem Tag auf den anderen aus. Über 180 gebuchte Konzerte in der ganzen Welt werden abgesagt. In dieser Situation des unfreiwilligen Stillstands ist Levit einer der ersten, der erfinderisch wird und mit seinen allabendlich gestreamten Hauskonzerten eine musikalische Lebensader zwischen sich und seinem Publikum auf Instagram und Twitter aufbaut. Während dieses Prozesses entdeckt er eine neue Freiheit, abseits der Zwänge des Tourneebetriebs, der Veröffentlichungen und der Vermarktung. IGOR LEVIT - NO FEAR ist das inspirierende Porträt eines Ku?nstlers auf seinem Parcours zwischen traditioneller Karriere und neuen Wegen in der Welt der Klassik, dem Impuls des politischen Engagements und der ständigen ku?nstlerischen Herausforderung, zwischen Kontemplation und Bewegung. Immer wieder nimmt sich Filmemacherin Regina Schilling dabei die Zeit, Igor Levits Musik zuzusehen und zuzuhören und der Faszination,
dem Geheimnis jenseits der Worte Raum zu geben.